[Vive la Revolucion!] Die kubanische Revolution

Geführt von Fidel Castro, mit Che Guevara an seiner Seite, beginnt 1956 die „Kubanische Revolution“. Anfangs ist das Unternehmen von starken Verlusten auf Seiten der Rebellen geprägt, in verschiedenen Gefechten gewinnt die reguläre Armee immer wieder an Boden. Erst Ende 1958 wendet sich das Blatt zu Gunsten der Rebellen. Che Guevara gewinnt eine entscheidende Schlacht in der Provinzhauptstadt Santa Clara, am 1. Januar 1959 flieht der kubanische Diktator Batista ins Ausland.

Der Weg ist frei für Fidel Castro, Che Guevara und die anderen Mitstreiter der Revolution.

Der kommunistische Staat

Che wird kubanischer Staatsbürger, heiratet in 2. Ehe eine Kubanerin, wird zum Vertrauten von Fidel Castro und lässt Straf- und Arbeitslager für Batista-Anhänger und sonstige Gegner der Revolution errichten. Che wird 1961 Industrieminister, aber schon vorher besuchte er als Leiter einer kubanischen Wirtschaftsdelegation verschiedene Staaten des Ostblocks, z. B. die Tschechoslowakei, Ungarn, die Sowjetunion, die DDR, aber auch China und Nordkorea. Dort unterzeichnet er für Kuba diverse Wirtschafts- und Handelsabkommen.

1961 scheitern von Exilkubanern geplante und von den USA durch Bombenangriffe unterstützte Landungsversuche. Die USA verhängen ein Handelsembargo gegen Kuba, während die Sowjetunion ihre militärische und wirtschaftliche Hilfe für Kuba ausbaut und den Bau von Raketenbasen unterstützt. Im Oktober 1962, der sogenannten „Kubakrise“, steht die Welt kurz vor dem 3. Weltkrieg. Die Situation beruhigt sich erst wieder, als sich Chruschtschow zur Demontage der Raketen bereit erklärt. Castro wird als „Held der UdSSR“ gefeiert.

Das Wirken von Che Guevara nach der Kuba Revolution

In den Folgejahren, bis 1965, reist Che durch verschiedene afrikanische Staaten, versucht dort, eine Strategie gegen Kolonialismus und Imperialismus zu entwickeln. Spricht 1964 sogar vor der UNO-Vollversammlung in New York. Dabei wird er immer mehr zum Kritiker der Sowjetunion, was ihn Ärger mit Castro einbringt. Er verzichtet auf alle seine politischen Ämter, verzichtet auf die kubanische Staatsbürgerschaft und zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück. Im Kongo versucht er eine Revolution anzuzetteln, scheitert aber. Er wird zum Berufsrevolutionär und bereitet den Guerillakrieg in Bolivien vor.

Dort gerät er in einen Hinterhalt der bolivianischen Arme und wird getötet.

Unklar ist die Rolle, die sein ehemaliger Freund und Kampfgefährte, Fidel Castro, bei Ches Gefangennahme und Tod spielte.

Bis heute wird Che in Kuba als Volksheld verehrt.

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